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Automobilindustrie im Wandel

Hauseigene Talente identifizieren und fehlendes Know-how aufbauen

Digitalisierung_Automobilbranche

CO2 reduzieren, Energie-Effizienz steigern, alternative Antriebskonzepte entwickeln, ein verändertes Mobilitätsverständnis des Endkunden, neue Geschäftsmodelle entwickeln und das alles bitte möglichst schnell, möglichst günstig und möglichst digital. Die Automobilbranche befindet sich aktuell vor ihrer bisher wohl größten Herausforderung. Maximilian Bechter

Die Automobilindustrie ist eine traditionsreiche Branche. Zwar werden in technologischer Hinsicht immer wieder Innovationen hervorgebracht, in Sachen Personalmanagement verharrt man aber vielfach noch in alten Denkmustern und kocht im eigenen Saft. Die Branche bleibt für sich, jeder verharrt in seinem „Gärtchen“ und man kennt sich. Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist das fatal. Oftmals fehlen im Unternehmen die richtigen Skills, um die vom Markt geforderten Entwicklungen überhaupt angehen zu können.

Welche Entwicklungen stehen zurzeit im Zentrum?

  • CO2-Reduktion: Ab 2021 nur noch 95g CO2/km für die gesamte Flotte der Neufahrzeuge. Um dieser politischen Vorgabe zu entsprechen, setzen die OEM alle Hebel in Bewegung und begegnen ihr mit einer Kombination aus alternativen Antriebskonzepten, neuen Materialien und Leichtbaukonzepten
  • Verkürzte Entwicklungszyklen: Noch vor einer Generation wurde ein PKW quasi für die Ewigkeit gekauft und auch gebaut. Die Erwartungshaltung der neuen Generation hingegen entspricht dem Zyklus eines I-Phones. Ebenso werden die Fahrzeuge weniger gekauft, sondern eher geleast um nach 2-3 Jahren wieder ein neues Modell zu fahren – wie ein Handyvertrag.
  • Digitalisierung: Vernetzung ist heute das A und O. Kunden wollen die Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt auch im Auto voll ausnutzen können. Bei der Umsetzung einer voll digitalisierten Zukunft ist aber nicht nur die Automobilindustrie gefragt sondern auch die Politik und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen stehen hierbei im Fokus. Die wenigsten Unternehmen haben heute eine klare Digitalisierungsstrategie. Um künftig am Markt bestehen zu können, ist eine solche jedoch unabdingbar. Es gilt, sich zu vernetzen, den Blick über den Tellerrand der eigenen Branche zu wagen und so Synergien sinnvoll zu nutzen
  • Daten: Wem gehören die Daten, wenn die OEMs ihre eigenen „Datensilos“ öffnen um den Fahrzeugen untereinander die Kommunikation zu ermöglichen? Wem gehören die Kundendaten und was geschieht damit?
  • Kostendruck: Nicht erst seit Dieselgate stehen Erstausrüster und vor allem die Zulieferer unter enormem Kostendruck. Dies zur gleichen Zeit, in der die bisherigen Wachstumsmärkte an Volatilität zunehmen und stagnieren.
  • Fehlendes Know-how: Es gilt passendes Personal zu finden und fehlendes Know-how im Unternehmen aufzubauen, um für die Herausforderungen gewappnet zu sein.

Folglich ist an dieser Stelle zunächst HR gefragt, um die hauseigenen Talente zu identifizieren und gezielt zu entwickeln. Fehlendes Know-how muss punktuell eingekauft werden, um gezielte Impulse von aussen zu setzen. Hierbei ist es wichtig, mit einem Partner zusammen zu arbeiten, welcher einen Wissenstransfer aus anderen Branchen erbringen und einen Mehrwert aufzeigen kann. Dieser unterstützt dabei, die Scheuklappen, die viele Unternehmen der Automobilindustrie noch tragen, abzulegen und auch ausserhalb der klassischen Suchfelder die gefragten Skills zu finden. Denn vielfach sind diese eben nicht originär in der Branche vorhanden.

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

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