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Burnout

Wenn das Feuer zu erlöschen droht

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Das Thema Burnout ist in aller Munde. Vor allem in den Medien hat es in den vergangenen Jahren massive Aufmerksamkeit erfahren, auch dadurch, dass Prominente wie Künstler oder Fußballtrainer ihr Problem öffentlich gemacht haben. Galt der Begriff anfangs noch als Modewort und Umschreibung für einen diffusen Erschöpfungszustand, so ist  das Burnout-Syndrom mittlerweile allgemein als Erkrankungszustand anerkannt. Burnout wird in der Internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD) zwar nicht als solche eingeordnet, sondern als „Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“.

Doch gerade in Deutschland, wo die umfassende Leistungsfähigkeit zum Selbstbild vieler gehört, ist die Wahrnehmung als Erkrankung im Gegensatz zum vermeintlich beschämenden Eingeständnis einer Überforderung hilfreich dafür, das Problem offen zu legen.

Unter dem Stichwort Burnout ist also ein Tabubruch gelungen. Es fällt Menschen zunehmend leichter, über persönliche Belastungsthemen wie beruflichen oder auch privaten Druck, Überforderung und Erschöpfung zu sprechen. Und damit eröffnet sich auch die Möglichkeit, mit diesen Themen unter der Überschrift “Burnout” professionell umzugehen. Denn was am Ende wirklich dahinter steckt, kann man zu Beginn oft nicht genau sagen. Mitunter kann sich hinter dem Burnout auch eine handfeste Depression verbergen. Umso wichtiger für Personalverantwortliche, das Thema ernst zu nehmen. Dazu gehören aber nicht nur der richtige Umgang mit Betroffenen, sondern noch mehr die Prävention und die Früherkennung einer Problemlage. Es geht darum, bei Mitarbeitern selbst wie bei Vorgesetzten das Bewusstsein für die individuellen Belastungsgrenzen und den Umgang mit Überforderung zu schärfen. Für Mitarbeiter ist es wichtig, ihre persönlichen Stressoren zu identifizieren und den eigenen Umgang mit diesen zu reflektieren. Dabei können unterschiedliche Ursachen zutage treten. Beispielsweise können durch ein Überengagement bei der Arbeit das Privatleben, Freunde und Hobbies über längere Zeit vernachlässigt worden sein. Ein Burnout kann aber nicht nur bei Überlastung, sondern auch bei Erfolg auftreten. Ein Karriereziel ist erreicht, und die plötzlich erforderliche Neuorientierung  reißt ein Loch in den Alltag, das nicht sinnvoll gefüllt werden kann.

Eine der wichtigsten Maßnahmen beim Burnout ist es, Abstand zu gewinnen. Dazu zählt durchaus auch räumlicher Abstand, mehr aber noch der innere Abstand. Dies kann z.B. mit Unterstützung durch einen Psychologen oder Coach geschehen, der oft schon mit kleinen Anstößen in die richtige Richtung helfen kann: ein Perspektivwechsel und die Betrachtung der eigenen Situation mit etwas Distanz können die empfundene Belastung bereits reduzieren. Darauf aufbauend können dann individuelle Ansätze für den Umgang mit Stressoren entwickelt werden, sowie Maßnahmen, um das sogenannte „innere Gleichgewicht“ wieder herzustellen. Denn darin liegt die gute Nachricht: Burnout lässt sich bewältigen. Und die meisten Menschen, die das Problem hatten, bekommen es nicht noch einmal.

 

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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