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Der Cowboy und die Prinzessin – Frauen in Führungspositionen

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Braucht es wirklich einen Cowboy an der Spitze des Unternehmens? Nein, denn Frauen haben dieselben Führungsqualitäten wie Männer. Eine Initiative der DAX 30 Unternehmen hat 2011 den Anfang gemacht, aber es ist immer noch ein weiter Weg, bis sich die Chancengleichheit auch in den höchsten Führungsetagen durchgesetzt hat.

Frauen in Führungspositionen – war es vor wenigen Jahren noch eine Situation mit Seltenheitswert, ist die Präsenz von Frauen in Führungspositionen zwar stetig am Steigen, aber von Gleichstellung kann immer noch keine Rede sein. Die von Männern dominierten Sektoren der Wirtschaft (fast alle) öffnen nur langsam und unter unermüdlichen Rufen nach Gleichberechtigung die obersten Etagen ihrer Imperien und gewähren Frauen Einlass. Doch obwohl sich durch Quotenregelungen, neue Erkenntnisse aus der Forschung und politische Thematisierung zunehmend Frauen unter den Vorständen von großen Unternehmen wiederfinden, ist die sogenannte gläserne Decke immer noch da.

Die Gründe dafür liegen für Experten vor allem in der Soziologie und der kindlichen Früherziehung. Mit der Geburt wird man in ein unbekanntes Feld hineingeboren und der erste Anhaltspunkt ist die Dichotomie von Mann und Frau. Darauf basierend ergeben sich Erwartungshaltungen und Normen und ein geschlechtsspezifisches Rollenbild formt sich, das Kinder naturgemäß versuchen zu erfüllen. An Fasching geht der Bub als Cowboy und das Mädchen verkleidet sich als Prinzessin. Rollenbilder, die nicht zuletzt für den beruflichen Werdegang prägend sind.

Doch braucht es wirklich einen Cowboy an der Spitze eines Unternehmens? Auch in diesem Punkt sind sich die Experten einig: Nein! Frauen haben dieselben Führungsqualitäten wie Männer. Eine Initiative der DAX 30 Unternehmen setzt sich seit 2011 zum Ziel, den Anteil an Frauen in Führungspositionen erheblich zu steigern. Die Lösung dafür sehen sie in einer freiwilligen Selbstverpflichtung, die eine gesetzliche Regelung entbehrlich machen und eine nachhaltige Lösung für das Problem darstellen soll. Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben sind die zentralen Säulen eines funktionierenden Diversity-Managements.

Konkret sollen gezielte Programme im Bereich Talent Management und Personalentwicklung den Weg für Frauen in die Führungsetage unterstützen. Die getroffenen Maßnahmen zeigen Wirkung: So hat sich nach Angaben von Statista die Quote von Frauen in den Vorständen der DAX 30 Unternehmen von 2011 bis 2016 von 3,7 auf 11,3 Prozent erhöht. Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, bis die eigentlich selbstverständliche Gleichstellung erreicht ist, muss man die Tendenz als positives Zeichen sehen. Frauenförderung muss als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik verstanden werden und nur ein konstruktiver Dialog sowie das Aufbrechen veralteter Denkmuster können langfristig zum Erfolg führen.

Es gilt den Mensch und seine individuellen Qualitäten in den Vordergrund zu stellen und nicht das angeborene Geschlecht, denn nichts spricht gegen ein Cowgirl an der Spitze eines Unternehmens.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

1 Response »

  1. Lieber Patrick,

    absolut!

    Dein Artikel trifft so einiges auf den Punkt…

    Ausserdem denke ich, dass Deutschland auch etwas “hinterher hinkt”.
    Nach über 20 Jahren im Ausland (Australien, Asien-Pazifik, und fast einem Jahr Sabbatical in Südamerika) nun wieder in Deutschland (mit meinem australisch-peruanischen Ehemann), fällt mir doch so einiges auf…

    Übrigens, an Fasching bin ich immer als Indianer gegangen!

    Keep up the great work & danke für einen tollen Text,
    Sabine

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