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Wie gelangen mehr Frauen in die Teppichetagen?

Statt Worten und Quoten ist Handeln angesagt

Der Frauenanteil in den Schweizer Chefetagen hat sich in den letzten fünf Jahren kaum verändert. Laut unserer aktuellen Studie wollen Schweizerinnen und Schweizer aber keine vorgegebenen Frauenquoten. Unternehmen müssen trotzdem handeln! 

Alle Welt spricht von einer notwendigen Erhöhung der Frauenquote. Ein repräsentativer 5-Jahresvergleich zeigt jedoch, dass sich der Frauenanteil in Schweizer Verwaltungsräten kaum verändert hat. Laut unserer aktuellen Studie wollen Schweizerinnen und Schweizer trotzdem keine festgelegte Frauenquote.

Weshalb spricht sich die Mehrheit gegen Quoten aus?

Die Schweizer Wirtschaftsordnung ist stark liberal ausgerichtet. Staatseingriffen, wie der Vorgabe von Quoten, wird generell skeptisch begegnet. Zudem sind Herr und Frau Schweizer in Sachen Rollenverständnis noch immer eher konservativ eingestellt. Die Studie bestätigt, dass dies besonders auf den Mittelstand zutrifft: Dieser zeigte die grösste Ablehnung gegenüber der Frauenquote.

Auch, dass Frauen selber gegenüber Quoten nicht durchwegs positiv eingestellt sind, lässt sich erklären: Frauen wollen in der Arbeitswelt als gleichwertig wahrgenommen werden. Sie befürchten, eine Quoten-Vorgabe mindere die Wertschätzung ihres Erfolgs.

Taten statt Worte

Auch ohne fixe Frauenquote sind Unternehmen zum Handeln aufgefordert. Der Arbeitsmarkt bietet viele weibliche Talente und Kandidatinnen. Diese gilt es im Selektionsprozess stärker zu berücksichtigen.

-          Interne Quote: Legen Sie für Ihr Unternehmen eine individuelle Ziel-Frauenquote fest, die Sie bis 2017 erreichen wollen.

-          Vakante Stellen: Setzen Sie für freie Geschäftsleitungs-Positionen immer mindestens eine Person pro Geschlecht auf Ihre Shortlist. Idealerweise hat auch bereits die Longlist einen Frauenanteil von mindestens 30%

-          Familie & Beruf: Lancieren Sie Programme zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Arbeitszeitmodelle, Betreuungsplätze)

-          Externe Hilfe: Greifen Sie für die Besetzung von VR-Positionen vermehrt auf externe Profis zurück. Diese verfügen über einen umfangreichen internationalen Pool an potenziellen Kandidatinnen.

Das Thema ist gerade in der Schweiz brandaktuell: Bundesnahe Betriebe haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Verwaltungsräte bis 2020 zu 30% mit Frauen zu besetzen. Es reicht aber nicht aus, solche Prozentzahlen zu publizieren. Auf Worte müssen Taten folgen – jetzt!

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

1 Response »

  1. Interessanter Artikel dazu, inwiefern Frauen bei der Exeutive Search berücksichtigt werden. Sehr aufschlussreich!

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