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Leadership – Vom Manager zum Leader!

Leadership

Stellen Sie sich ein Festival-Gelände an einem schönen Sommertag vor, die Musik spielt, Menschen haben Spaß und genießen den freien Tag in der Sonne. Ein einzelner spärlich bekleideter Mann tanzt mit eigentümlich anzuschauenden „Tanzbewegungen“ abseits der Menge. In diesem Umfeld, welches völlig befreit zu sein scheint von den Einflüssen der Arbeitswelt, lassen sich doch wichtige Erkenntnisse für Führungskräfte gewinnen. Doch dazu später mehr!

Mary Uhl-Bien von der University of Nebraska in Lincoln hat in Ihrer Forschung gezeigt, dass ein gutes Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter dessen Performance um 20% und dessen Zufriedenheit um 50% steigen lässt, im Vergleich zu Mitarbeitern, die eine eher neutrale Beziehung zu ihrem Chef haben. Umgekehrt kann der Chef das Engagement und die Performance des Mitarbeiters sehr stark negativ beeinflussen. In einer Studie der Psychologen Robert Hogan und Robert B. Kaiser gaben  65-75% der befragten Mitarbeiter an, dass der schlimmste Aspekt ihrer beruflichen Tätigkeit ihr direkter Vorgesetzte ist.

Der richtige Führungsstil entscheidet also maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg einer Organisation. Denn Resultate werden nicht durch ausgeklügelte Strategiepapiere erzielt, sondern letztlich immer durch die Menschen im Unternehmen.

Und Resultate sollten demnach auch immer die Definition für erfolgreiche Leader sein.

Wie schafft es also ein Leader, Resultate zu erreichen?

Wichtig hierfür ist die Erkenntnis, dass die Fähigkeit eines Leaders nicht am Individuum gemessen werden kann, sondern vielmehr an der Leistung des Kollektivs für das der Leader verantwortlich ist. Es zählt also nicht, wie ein Leader im Unternehmen gesehen wird und wie er sich darstellt. Entscheidend ist einzig sein Beitrag zum Erfolg seines Teams. Der kritische Betrachter muss sich also die Frage stellen, welche Resultate hätte das Team ohne ihn erzielt?

Um sein Team erfolgreich zu machen, sollte der  Leader drei wesentliche Punkte beachten:

  1. Er entscheidet über die Dinge, die sein Team tun wird (ENVISION).
  2. Er setzt das Team so zusammen, dass dieses erfolgreich sein kann (ENGAGE).
  3. Er muss sicher stellen, dass die Teammitglieder der Aufgabe auch tatsächlich nach kommen (EXECUTE).

Hieraus ergibt sich die Qualität von Leadership:

Hat der Leader Visionen die er in Aufgaben herunter bricht? Besitzt er die Kenntnisse, Methoden und das notwendige Fingerspitzengefühl die dafür passenden Mitarbeiter auszuwählen? Kann er sein Team so beeinflussen und steuern, dass dieses motiviert und engagiert der Aufgabe nach kommt?

Kann man Leadership lernen?

Wichtige Leadership-Fähigkeiten wie Intelligenz und Persönlichkeit sind ab einem gewissen Zeitpunkt in der menschlichen Entwicklung stabil und haben ihren Ursprung in der Genetik und Erziehung. Andere Eigenschaften sind jedoch durch Erfahrung, Ausbildung und Training entwicklungsfähig. Beispielsweise haben aktuelle Studien von John Antonakis, Professor an der Universität von Lausanne ergeben, dass auch das, was wir landläufig unter Charisma verstehen, zu einem gewissen Teil erlernbar ist. Daraus ergibt sich, dass Leadership-Fähigkeiten sowohl angeboren als auch erlernbar sind. Ferner darf Leadership  nicht als formale Rolle verstanden werden, sondern kann nur als Verhaltensweise zum Erfolg führen.

Was brauchen Leader um erfolgreich zu sein?

An dieser Stelle müssen wir uns wieder in die Ausgangssituation versetzen: Ein augenscheinlich „verrückter“ Tänzer der abseits größerer Menschengruppen wild zur Festival-Musik tanzt. Niemand würde diese Person als Leader bezeichnen und doch beweist er das Gegenteil.

Mit seiner Vision des wilden Tanzes polarisiert er. Ein zweiter Festivalbesucher wird auf ihn aufmerksam, gesellt sich zu ihm und tanzt mit. Aus dem ersten Mittänzer wird sehr schnell ein zweiter, ein dritter und am Ende eine große Gruppe von rund 100 Tänzern. An diesem Punkt wird der Unterschied zwischen Leadern und Managern sehr deutlich.  Das freiwillige Folgen durch andere Menschen macht Leadership überhaupt erst möglich und ermöglicht dem Leader seine Ideen umzusetzen. Der Manager hingegen führt durch seine hierarchische Position und nutzt die Weisungsgebundenheit seiner Mitarbeiter, um Aufgaben durchzusetzen.

Leader brauchen Menschen, die ihre Visionen teilen und im Kollektiv überhaupt erst ermöglichen:

Leadership erfolgt nicht im Vakuum!

Das Video zur beschriebenen Ausgangssituation finden Sie unter:
Youtube: Leadership Lessons from Dancing Guy

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Webseite unter:
Mercuri Urval – Leadership-Model-Development

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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