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Networking – so entwickeln Sie Ihre Karriere

Networking

Früher nannte man es »Vitamin B« (B für Beziehungen), heute gilt Networking als wichtiger Schlüssel zur Weiterentwicklung der eigenen Karriere. Durch den gezielten Beziehungsaufbau und die Pflege geschäftlicher Kontakte können wichtige Informationsquellen und Unterstützungsressourcen innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens entwickelt werden. Das erleichtert es, Hürden auf dem Weg nach oben zu nehmen.

Keine Frage, wer die richtigen Leute kennt, kommt nicht nur im Berufsleben leichter durchs Leben oder schneller voran. Deshalb bietet das Knüpfen professioneller Netzwerke vielfältige Vorteile. Der Zugang zu Experten- oder Insiderwissen sowie die gemeinsame Entwicklung von Strategien innerhalb eines branchenspezifischen Netzwerks oder die Informationen über Karrieremöglichkeiten stehen beispielhaft für mögliche Gewinne der Netzwerkteilnehmer. Glaubt man verschiedenen Studien amerikanischer Universitäten, so ist das persönliche Netzwerk das wirksamste Instrument um überhaupt in Auswahlprozesse für Managementpositionen zu gelangen. Insofern macht es Sinn, sich mit den Möglichkeiten des Networkings zu beschäftigen und zu ergründen, wie dieses effektiv genutzt werden kann, denn der Aufbau, die Pflege und Weiterentwicklung des eigenen Netzwerkes stellen eine nicht unerhebliche Zeitinvestition dar.

Die Möglichkeiten, sich mit anderen Menschen zu vernetzen, sind umfangreich – ob Branchen- und Unternehmensverbänden, in regionalen Clustern der jeweiligen Industrie, auf Messen und Konferenzen oder in virtuellen Netzwerken wie LinkedIn oder Xing. Die Vielfalt an Netzwerkplattformen macht es nicht unbedingt leichter, das passende Netzwerk für sich zu bestimmen. Um hier Klarheit zu erlangen, sind deshalb ein paar Fragen im Vorwege zu klären. Was genau möchte ich mit der Teilnahme in einem Netzwerk bewirken? Steht die Generierung von fachlichen Informationen über Marktentwicklungen, Technologien, Servicekonzepte etc. im Vordergrund oder ist die Anbahnung zukünftiger Geschäftsbeziehungen im Fokus? Möchte ich Top-Entscheider oder eher Fachspezialisten treffen? Networking funktioniert natürlich nicht als Einbahnstraße, sondern ist ein ständiges Geben und Nehmen. Somit ist es notwendig, zu prüfen, welche eigenen Fähigkeiten in ein solches Netzwerk eingebracht werden können. Ist der persönliche Nutzenbeitrag für andere erkennbar, wird das eigene Netzwerken von Gesprächspartnern als eine Art positive Haltung erlebt und nicht nur als berechnendes Mittel zum Zweck. Solch eine Wahrnehmung begünstigt natürlich den zukünftigen Kontaktaufbau.

Networking basiert nicht nur auf dem Aufbau einer möglichst großen Kontaktbasis, sondern im Wesentlichen in der Pflege und Intensivierung der neuen Kontakte. Ein überschaubares und belastbares Netzwerk bewirkt oft mehr als ein möglichst umfangreiches. Die Qualität der Kontakte und die Frequenz der Kontaktaufnahme entscheidet letztendlich darüber, wie wirksam ein Netzwerk ist. Aus diesem Grund sollte vor Eintritt in ein Netzwerk bewertet werden, welche eigene Zeit für den Kontaktausbau realistisch zur Verfügung steht und zu welchen Personen die Kontaktaufnahme gewünscht ist.

Für viele Menschen besteht die eigentliche Hürde jedoch nicht darin, mit zu vielen Kontakten zu jonglieren, sondern überhaupt Kontakte zu knüpfen. Der Besuch einer Netzwerkveranstaltung oder die Mitgliedschaft in einer Netzwerkorganisation helfen zwar beim Kontaktaufbau, garantieren ihn jedoch nicht. Meiner Erfahrung nach sollte man sich zuerst mit den ungeschriebenen Regeln des Netzwerkes beschäftigen. Häufig wird eine zu platte Werbung in eigener Sache als unpassend empfunden und führt eher zu Ablehnung als zu Interesse. Um wahrgenommen zu werden, ist eine kontinuierliche Präsenz und Beteiligung im Netzwerk notwendig. Verbindet man die Aufmerksamkeit für die eigene Person mit dem Nutzen für alle, unterstützt dies bei der Positionierung. Ein interessanter Vortrag, ein klares Statement oder eine spannende Frage zu einem Vortrag erzeugt gewünschte Aufmerksamkeit und begünstigt zukünftige Gespräche mit anderen Netzwerkteilnehmern. Darüber hinaus hilft es, innerhalb des Netzwerks eine Art Alleinstellung bezüglich eines bestimmten Themas herauszuarbeiten. Der Experte zu sein, hebt den Status, macht Sie interessant für andere und befördert so Ihr Geschäft.

Der bekannte Manager Lee Iacocca hat es auf den Punkt gebracht: „Business ist nichts anderes als ein Netz menschlicher Beziehungen“. Um diese zu knüpfen ist es aus meiner Erfahrung allerdings unabdingbar, sich wahrhaftig für die Interessen und Motive Anderer zu interessieren. Ein guter Rat ist, auch auf das eigene Gefühl bei der Auswahl der Kontakte zu hören und weniger den konkreten Nutzen von einer Verbindung zu erwarten. Diese gewisse Leichtigkeit ist ein Schlüssel beim Auf- und Ausbau von wirklich guten Beziehungen.

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