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Outplacement – der Weg zum Sonnendeck oder in den Maschinenraum?

Outplacement

Verschiedenste Ereignisse am Markt sowie im eigenen Unternehmen zwingen das Management oftmals zur Reorganisation und damit in letzter Konsequenz zum Abbau von Fach- und Führungskräften. Das Auftreten von neuen Wettbewerbern, die Markteinführung von Substitutionsgütern oder einfach das Ende der Produktlebenszyklen der angebotenen Güter oder Dienstleistungen können ein Unternehmen zum Handeln zwingen, wenn es nicht die eigene Existenz gefährden will. Diese notwendigen Veränderungsprozesse sind fester Bestandteil im Managementrepertoire und finden permanent statt. Manchmal erreichen sie ein Ausmaß, das Outplacements unumgänglich macht. Das ist gerade für Führungskräfte der mittleren Ebene, die sich stark mit dem Unternehmen identifizieren, ein herber Schlag.

Der englische Begriff Outplacement beschreibt eine von Unternehmen finanzierte Dienstleistung für ausscheidende Mitarbeiter, die als professionelle Hilfe zur beruflichen Neuorientierung angeboten wird – bis hin zum Abschluss eines neuen Vertrages oder einer Existenzgründung. Darin liegt auch die Antwort auf die Frage in der Überschrift: Es geht um die Neuorientierung und nicht darum Mitarbeiter los zu werden, die eventuell lange Jahre mit für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich waren. Doch was ist mit Neuorientierung gemeint und wie kann sicher gestellt werden, dass sie tatsächlich funktioniert? Im Grunde geht es darum, für einen ausscheidenden Mitarbeiter ein berufliches Umfeld zu finden, in das er seine Stärken in einer neuen Aufgabe einbringen kann. Das setzt drei Bedingungen voraus: Erstens müssen die Stärken genau analysiert werden. Zweitens sollten die Stärken zu der neuen Aufgabe passen und drittens sollte der Mitarbeiter auch wirklich motiviert sein, die neue Situation nicht als Scheitern, sondern als Chance zu begreifen.

Unabhängig von Ausbildung, Studium oder Berufserfahrung kommt es für den Erfolg eines Outplacements wie bei jeder anderen Bewerbung darauf an, die Persönlichkeit des betroffenen Mitarbeiters zu analysieren: Ist es die strukturierte Arbeitsweise, die Kreativität oder der Freiraum in der Ausgestaltung beziehungsweise die Notwendigkeit einer engen Führung? Eine berufsbezogene Persönlichkeitsanalyse verschafft Klarheit über den Arbeitsstil, die Entscheidungsfindung, die Motivation und weitere Stärken und Schwächen. Der Aufwand lohnt sich, denn nur so kann sichergestellt werden, dass die zukünftige Aufgabe dem Persönlichkeitsprofil der betroffenen Person entspricht und sie schnell wieder in die Erfolgsspur zurück findet, aus der sie unfreiwillig gedrängt wurde.

Für Unternehmen lohnt sich die Investition in die Zukunft ihrer ehemaligen Mitarbeiter durchaus, denn sie wirkt sich positiv auf das Betriebsklima und damit auch auf die Leistungsbereitschaft der verbliebenen Fach- und Führungskräfte aus. Ein professionelles Outplacement und damit ein würdiger Abschied von verdienten Mitarbeitern hat eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung für das Unternehmen und seinen guten Ruf, auch wenn es wirtschaftlich mal nicht so gut läuft.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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