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Papierindustrie – Veränderung als Chance

Kaum ein Industriezweig ist vom Aufkommen des Internets so stark betroffen worden wie die Papierindustrie. Doch es gibt nicht nur Verlierer, wie der Boom bei Verpackungspapieren zeigt. Wie können Unternehmen der graphischen Industrie in Zeiten der Sicherheit am Markt überleben? Durch Change Management, das gut kommuniziert, transparent gestaltet und mit Ausdauer verfolgt wird.

Die Papierindustrie steht seit Jahren unter enormen Druck. Besonders betroffen ist der graphische Markt, der seit 2007 durch die Verdrängung der Printmedien durch elektronische Medien in Europa um mehr als 35 Prozent zurückging. Gleichzeitig sorgt der rasant wachsende Online-Handel für einen Boom bei Verpackungspapieren. Als Folge der starken Verschiebungen kommt es vorrangig im graphischen Segment zu Schließungen von Produktionsstandorten und Restrukturierungen im großen Stil. Eine der häufigsten Maßnahmen ist dabei die Spezialisierung des Sortiments. Doch mit der technischen und wirtschaftlichen Umsetzung alleine ist es nicht getan. Der Erfolg ist nur dann sichergestellt, wenn auch die Mitarbeiter diesen Change Prozess verinnerlicht haben und ihn mittragen, doch dazu ist kluges Management erforderlich.

Die meisten Menschen sind von Natur aus kaum veränderungswillig. Um bei einem Change Prozess erfolgreich zu sein, bedarf es daher eines gezielten und ausgewogenen Vorgehens, damit die Mitarbeiter motiviert und bereit sind, die Veränderungen mitzugehen. Kommunikation, Transparenz und Ausdauer sind dabei die Schlüssel zum Erfolg.

Information ist Motivation: Alle wesentlichen Informationen zu den Gründen für die notwendigen Veränderungen, die einzelnen Schritte sowie das Ziel der Maßnahmen sollten den Mitarbeitern so früh wie möglich mitgeteilt werden. Das Management sollte auch für Fragen zur Verfügung stehen, sich aber nicht im Detail verlieren, sondern darauf achten, dass die Botschaft deutlich bleibt!

Transparenz ist Trumpf: Vorgesetzte sollten weder politische Spiele spielen noch die unangenehmen Teile der Maßnahmen verheimlichen. Das rächt sich in der Regel. Sagen Sie die Wahrheit. Mit allen Informationen vor Augen ist auch für die Mitarbeiter klar, weshalb sich die Veränderung lohnt. Dabei sollte auf individuelle Härten und Probleme der Betroffenen unbedingt eingegangen werden. Soweit möglich, sollten die Mitarbeiter in die sie betreffenden Entscheidungen eingebunden werden.

Veränderungen erfordern Ausdauer: Schnellschüsse lohnen sich nie! Deshalb sind die einzelnen Schritte genau zu planen und es sollte überlegt vorgegangen werden. Damit bei der Planung nichts vergessen wird, ist es notwendig, sich im Kreise des Managements abzustimmen oder externe Berater einzubeziehen, die über entsprechende Erfahrung verfügen.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei Veränderungsprozessen ist, dass sie von den Vorgesetzten vorgelebt werden. Je mehr Hingabe, Überzeugung und Betroffenheit diese zeigen, desto engagierter werden die Mitarbeiter den Wandel mitgehen. Mit einer neuen Unternehmensstruktur sind in der Regel auch neue Positionen zu besetzen. Anstatt die Aufgaben von oben herab zu verteilen, sollte eine möglichst gute Passung zwischen der für die Position erforderlichen Kompetenzen und den persönlichen Eigenschaften des vorgesehen Mitarbeiters sichergestellt werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Unter- oder Überforderung, die sich negativ auf die Motivation und damit auf die erbrachte Leistung auswirkt.

Eine gute Passung hängt jedoch nicht allein von den entsprechenden fachlichen Qualifikationen ab, sondern auch von den persönlichen Eigenschaften, wie etwa Kommunikations- und Führungsfähigkeit im Team. Diesen und weiteren Persönlichkeitskriterien kommt gerade in Change Prozessen besondere Bedeutung zu. Verunsicherte Mitarbeiter brauchen Stabilität und Verlässlichkeit statt Experimente in Mitarbeiterfragen. Durch falsche Personalentscheidungen besteht ansonsten die Gefahr, dass der ganze Prozess scheitert, ehe er richtig angefangen hat.

Um hier keine Fehler zu machen, sollten die für neue Aufgaben vorgesehenen Mitarbeiter im Vorfeld durch eine Persönlichkeitsanalyse auf ihre Passung für die zukünftige Position beurteilt werden. Was für den einzelnen zunächst kritisch erscheinen mag, birgt für das Unternehmen die Chance, alte Strukturen aufzubrechen und mögliche Fehler in der Stellenbesetzung der Vergangenheit zu bereinigen. Zertifizierte und erfolgreich erprobte Verfahren stellen dabei sicher, dass die Mitarbeiter nach einheitlichen und nachvollziehbaren Kriterien beurteilt werden. Das ist für die Akzeptanz entscheidend und sorgt in der Folge für motivierte und erfolgreiche Mitarbeiter, weil diese in Positionen tätig sind, die am besten zu ihnen passen.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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