It's all about people.

Stärkere Mitarbeiterbindung durch „activity based working“

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Am 11. Oktober konnte Mercuri Urval im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe Executive Circle Führungskräfte unterschiedlicher Branchen zu zwei Vorträgen zum Thema stärkere Mitarbeiterbindung im Sheraton Hotel Airport Düsseldorf begrüßen. Michael Schäfer, Senior Vice President Mercuri Urval, hatte dazu Joachim Dahmer (im Bild links), Regionalleiter des schwedischen Büromöbelherstellers Kinnarps, sowie Alexander Nowroth (rechts), Managing Partner der Lebenswerk Consulting Group, eingeladen.

Dass eine aus Schweden stammende, aber weltweit agierende Personalberatung einen schwedischen Bürohersteller einlädt, liegt vor allem an der gemeinsamen Geisteshaltung, die Mercuri Urval wie folgt auf den Punkt bringt: It’s all about people. Auch das Familienunternehmen Kinnarps stellt bei der Einrichtungsberatung von Unternehmen deren Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Dazu geht Joachim Dahmer mit Kinnarps Next Office den beiden Fragen nach, wie eine moderne Arbeitsumgebung aussehen sollte und wie die Mitarbeiter arbeiten wollen.

Die Arbeitswelt hat sich massiv verändert, doch in vielen Unternehmen sehen die Büros noch so aus wie vor dem digitalen Wandel: der Schreibtisch steht im Mittelpunkt aller Überlegungen. Joachim Dahmer blickt auf die Erfahrung von mehr als 7.500 Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlichster Unternehmen zurück und stellt fest, dass die Mitarbeiter im Durchschnitt rund 80 Prozent der Zeit im Unternehmen tätig sind und circa 20 Prozent bei Kunden verbringen. Zieht man die Zeit für Meetings und Teamarbeit ab, verbringen die Mitarbeiter nur 58 Prozent ihrer Zeit am Schreibtisch. Befragt man jedoch die Mitarbeiter, wo sie tatsächlich gerne arbeiten würden, dann kommt der eigene Schreibtisch nur noch auf 17,8 Prozent. Nimmt man die Workstation dazu, sind es circa 30 Prozent. Die Büroorganisation, bei der jeder Mitarbeiter seinen eigenen Schreibtisch hat, ist in vielen Unternehmen heute also weder notwendig noch gewünscht.

Die Komplexität der Aufgaben hat in einem Maße zugenommen, dass sie oft nur im Team gelöst werden können. Flache Hierarchien und agiles Arbeiten verstärken diesen Trend – vor allem Ingenieure verbringen heute deutlich mehr Zeit in Teamarbeit als am eigenen Schreibtisch. Unternehmen sind deshalb gut beraten, sich über ihre Büroorganisation und Arbeitsplatzgestaltung Gedanken zu machen. Activity based working, das heißt, die Tätigkeiten und Wünsche der eigenen Mitarbeiter zu ermitteln und die Räume daran anzupassen, birgt mehrere Vorteile: Es erhöht die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrer Arbeitsumgebung und es führt in vielen Fällen dazu, dass die Fläche verkleinert werden kann, ohne dass die Mitarbeiter dies als Nachteil empfinden.

Die Mitarbeiter zu befragen bedeutet nicht, dass alle Wünsche und Vorstellungen erfüllt werden können. Doch eine Lösung, die von unten nach oben geplant wird, sendet ein wichtiges Signal an die Belegschaft: das Unternehmen stellt den Mensch in den Mittelpunkt seiner Analyse. Ein zugegeben sehr schwedischer Ansatz, den sowohl Betriebsräte als auch Mitarbeiter schnell mittragen, wenn er ihnen vermittelt wird. Die Umgestaltung der Arbeitsräume bleibt in jedem Unternehmen ein sensibles Thema. Deshalb kommt es vor allem darauf an, dass die Unternehmensführung die Veränderungen vorlebt, denn wer Flexibilität fordert, sollte selbst nicht statisch bleiben.

Im zweiten Teil, den Sie hier lesen können, geht es um die Mitarbeiterbindung und Steigerung der Innovationskraft durch eine zeitgemäße Unternehmensführung.

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