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Was bringt ein MBA für die Karriere?

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Wissenschaftliche Weiterbildungsprogramme für Manager wie der Masters of Business Administration gibt es mittlerweile für fast jede Industrie- und Dienstleistungsbranche. Sie versprechen die Vermittlung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und umfangreiche praxisrelevante Tools. Doch sind sie wirklich der entscheidende Karrierekick?

Die zunehmende Dynamik in der Wirtschaft wird vor allem von der Digitalisierung fast aller Industrie- und Dienstleistungsbranchen vorangetrieben. Geschäftsmodelle, die heute erfolgreich sind, können morgen schon vor dem Aus stehen. Umgekehrt eröffnen sich neue Märkte und Chancen, wenn man frühzeitig die richtigen Entscheidungen trifft. Um sich für die Herausforderungen im Management von heute besser zu wappnen, liegt eine branchenspezifische wissenschaftliche Weiterbildung mit möglichst viel Praxisbezug durchaus nahe. Und der Wissenschaftsbereich scheint diese gestiegene Nachfrage dankbar aufzugreifen, wie eine schier unüberschaubare Fülle an berufsbegleitenden Master- und MBA-Studiengängen in aller Welt zeigt.

Der flexible, berufsbegleitende Aufbau fast aller MBA-Programme findet in der Regel mit geblockten Lehrveranstaltungen und einer überschaubaren Zahl an Teilnehmern statt. Bevor man sich für eine bestimmte Einrichtung entscheidet, sollte man sich sowohl den Anbieter als auch das Studienprogramm genauer anschauen. Gute Anbieter können in der Regel zwei oder drei Zertifizierungen vorweisen, die die Qualität des Lehrpersonals und der Studieninhalte belegen. Und das Studienprogramm sollte inhaltlich mit den persönlichen Zielsetzungen, auch in Hinblick auf die weitere Karriere, übereinstimmen. Neben dem eigentlichen Wissen locken die Universitäten auch mit ihren exzellenten Verbindungen zu führenden Unternehmen der jeweiligen Branche. Eine Garantie für eine dann durchstartende Karriere bieten die Programme selbstverständlich nicht.

Fachkenntnisse sind in Deutschland zwar immer noch ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Führungskräften, doch über deren Erfolg entscheidet vor allem die Persönlichkeit. Ein MBA-Studium erlaubt da durchaus positive Rückschlüsse: Wer den Ehrgeiz, die Motivation und das Durchhaltevermögen für ein in der Regel zwei bis drei Jahre dauerndes berufsbegleitendes Studium mitbringt und es erfolgreich abschließt, stellt positive Führungseigenschaften unter Beweis. Aus meiner langjährigen Erfahrung empfehle ich den Kandidatinnen und Kandidaten, sich kontinuierlich persönlich und inhaltlich weiterzuentwickeln. Das hilft dabei, sich auf die unterschiedlichen Marktbedingungen und veränderten Anforderungen an Manager einzustellen. Besonders der praxisnahe Bezug eines MBA, die vermittelten Managementtools sowie der Austausch mit anderen Teilnehmen hilft, andere Perspektiven einzunehmen und neue Lösungen zu finden.

Allerdings sollten der Aufwand und die privaten Einschränkungen, die ein berufsbegleitendes Studium mit sich bringen, nicht unterschätzt werden. Im Idealfall wird die Entscheidung für einen solchen Studiengang in enger Abstimmung mit der Personalabteilung des Unternehmens getroffen, für das man bereits arbeitet. Unternehmen stehen heute zunehmend vor der Herausforderung, gute Mitarbeiter an sich zu binden. So könnte das Unternehmen durchaus an der teilweisen oder vollständigen Finanzierung des Studiengangs interessiert sein, um einem ehrgeizigen Mitarbeiter den nächsten Karriereschritt im eigenen Unternehmen zu ermöglichen, anstatt ihn zu verlieren. Fachliche Kompetenz war schließlich noch nie ein Ausschlusskriterium für den beruflichen Aufstieg, aber sie ist eben auch nicht der einzige Erfolgsfaktor. Zumal das dynamische Marktumfeld in vielen Industrie- und Dienstleistungsbranchen nicht nur den Unternehmen, sondern auch den Führungskräften einen Strich durch die geplante Rechnung machen kann. Doch je besser die Manager darauf vorbereitet sind, desto eher können sie Lösungen finden, von denen ihr Unternehmen und ihre Karriere profitieren.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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